Zusatzschilder für Raiffeisenstraße in Hagen

Gestiftet von der Märkischen Bank

Im Nachgang zum Raiffeisen-Jahr 2018 stiftet die Märkische Bank eG ein Zusatzschild für die Straßenschilder der Raiffeisenstraße in Hagen.

Bereits im vergangenen Jahr konnte die Genossenschaftsbank diese Schilder in der Raiffeisenstraße in Iserlohn anbringen lassen. Darauf ist zu lesen: „Friedrich Wilhelm Raiffeisen 1818 – 1888. Genossenschaftsgründer und Sozialreformer.“ Der Vater der Genossenschaftsidee wäre heute über 200 Jahre alt. Mit der Zusatzschild-Aktion wird auf sein Erbe aufmerksam gemacht. „Die Straße trägt Raiffeisens Namen, um sein Wirken zu würdigen. Durch das Anbringen der Zusatzschilder möchten wir die Bürgerinnen und Bürger von Hagen darauf hinweisen, dass seine Ideen relevanter und präsenter denn je sind“, erklärt Hermann Backhaus, Vorstandsvorsitzender, der Märkischen Bank eG, die die Schilder gestiftet hat.

In Deutschland gibt es mehr als 1.500 Straßen, Ringe und Wege, die Raiffeisens Namen tragen. Dennoch kennen wohl nur wenige den Namensgeber: Eine aktuelle repräsentative Meinungsumfrage ergab, dass nur 14 Prozent der Deutschen die Genossenschaftsidee mit Friedrich Wilhelm Raiffeisen in Verbindung bringen. In Hagen wird sich das dank des Zusatzschildes hoffentlich bald ändern. Die Sozialreformer Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch gründeten Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten Darlehnsvereine, um „kleinen Leuten“ die Möglichkeit des Sparens und der Kreditnahme zu ermöglichen. Die erste Kreditgenossenschaft mit dem Prinzip der solidarischen Haftung gründeten Bürger des sächsischen Eilenburgs im Jahr 1850. In Städten entstanden daraufhin vorwiegend Volksbanken, auf dem Land eher Raiffeisenbanken. Heute sind mehr als 22 Millionen Menschen in Deutschland in Genossenschaften organisiert.