Genossenschaftsidee jetzt ein Kulturerbe der Menschheit

UNESCO-Konferenz nimmt deutschen Vorschlag in „Repräsentative Liste“ auf

Presseartikel des RWGV

Die Aufnahme der Genossenschaftsidee in die „Repräsentative des immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ ist in der deutschen Genossenschaftsorganisation mit großer Freude aufgenommen worden. Der Vorstandsvorsitzende des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbands (RWGV) Ralf W. Barkey sprach in Düsseldorf von einem „Festtag für die Genossenschaften“. Der Genossenschaftsgedanke, so Barkey, werde durch die Entscheidung zusätzlichen Auftrieb erhalten. Für das kommende Jahr rechnet der Verbandschef mit weiteren genossenschaftlichen Neugründungen. Im laufenden Jahr sind unter dem Dach des RWGV bislang 14 neue Genossenschaften an den Start gegangen.

Auf einer Konferenz in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba hatte die UNESCO die Genossenschaftsidee als ersten deutschen Beitrag in die „Repräsentative Liste“ aufgenommen. Die Weltkulturorganisation unterstrich damit die Bedeutung dieser Rechtsform für das menschliche Zusammenleben.

„Genossenschaften orientieren sich an sozialen Werten und bauen auf ideellen Grundsätzen wie Solidarität, Ehrlichkeit, Verantwortung und Demokratie auf.“ Mit diesen Worten hatte die Deutsche UNESCO-Kommission ihren Antrag begründet. Für die Genossenschaftsidee spreche zudem das bürgerschaftliche Engagement im sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereich, und zwar jenseits von privaten und staatlichen Wirtschaftsformen.