125 Jahre Märkische Bank eG

Regional verwurzelt

und auf konsequentem Zukunftskurs

Am 9. März 2022 blicken wir auf unsere Gründung vor nunmehr 125 Jahren in Hagen-Boele zurück.

Vom Boeler Spar- und Darlehnsverein zur heutigen Märkischen Bank eG

15 weitsichtige Bürger gründeten vor 125 Jahren auf Betreiben des Amtsgerichtsrates Topphoff und des Pfarrers Münstermann den Boeler Spar- und Darlehnsverein eGmbH, aus dem sich im Laufe der Jahre unsere heutige Märkische Bank entwickelte.

Das Gründungsprotokoll ist unterzeichnet von Hermann Veltmann, Fritz Hennemann, Heinrich Fischer, Johann Elm und Clemens Osthoff. Der erste Aufsichtsratsvorsitzende war Pfarrer Münstermann. Dem Aufsichtsrat gehörten außerdem Fritz Schnettler, Karl Kortenacker, Franz-Theodor Lammert und Hermann Schulte an.

Der Spar- und Darlehnsverein hatte seinen ersten Sitz an der Hagener Straße im Anwesen der Familie Schnettler. Johann Schnettler, der Inhaber des Besitzes, war von 1897 bis 1925 der erste Geschäftsführer. Er führte den zur damaligen Zeit hoch geschätzten Titel des Rendanten (Rechnungsführer; Rendantur = veralt. für Gelder einnehmende und auszahlende Behörde). Sein Nachfolger wurde sein Sohn Josef Schnettler, der die Kasse bis 1957 leitete.

Aus diesem Spar- und Darlehnsverein entstand im Verlauf der folgenden Jahrzehnte die Volksbank Hagen. Nach einigen Fusionen innerhalb des Hagener Stadtgebietes entstand im Jahr 2001 durch die Fusion der Volksbank Hagen mit der Volksbank Menden – 1925 als „Mendener Bankverein“ gegründet – das Institut Märkische Bank eG. 2003 kam noch die Volksbank Letmathe, deren Gründung im Jahr 1899 stattgefunden hatte, hinzu.

Die genossenschaftliche Idee

Die Idee des Westerwälders Friedrich Wilhelm Raiffeisen, durch Hilfe zur Selbsthilfe die wirtschaftlichen Probleme zu lösen, fand also Ende des 19. Jahrhunderts vielerorts Gehör. „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“ ist die Idee der Genossenschaftsbewegung. Diese Unternehmensform ist Weltkulturerbe und heute noch genau so modern wie vor über 100 Jahren!

Vorstandssprecher Artur Merz: „Wenn es diese Form der Führung von Wirtschaftsunternehmen noch nicht geben würde, müsste sie auf jeden Fall erfunden werden.“

Als  Märkische Bank eG sind wir auch heute noch den Lebenszielen und Wünschen unserer Kunden und Mitglieder verpflichtet. Deshalb richten wir unser Handeln und die Genossenschaftliche Beratung an klar definierten genossenschaftlichen Werten wie Solidarität, Partnerschaftlichkeit und Transparenz aus. Diese Wertorientierung macht unsere Arbeit als Bank so besonders.

Die Mitgliederverpflichtung

Bei den Genossenschaftsbanken wie wir es eine sind, dreht sich zudem alles um eine ganz besondere Verantwortung: der Mitgliederverpflichtung. Die Mitglieder können den Kurs der Bank aktiv mitbestimmen und genießen den gesetzlichen Förderauftrag, der im § 1 des Genossenschaftsgesetzes verankert ist. Heute können wir mit Stolz auf über 27.000 Mitglieder blicken.

Vorstandsmitglied Achim Hahn: „Institute wie die Märkische Bank sind Genossenschaftsbanken mit jahrzehntelanger Verwurzelung in ihrer Region. Dadurch sind sie mehr als nur Banken: Sie sind Partner, stehen den Mitgliedern und Kunden zur Seite und sorgen dafür, dass sie in jeder Lebensphase immer genau die Finanzlösungen bekommen, die zu ihren Zielen und Wünschen passen.“

Regionalität und Nähe – doch  die Kunden werden immer digitaler

Regionalität und Nähe sind seit der Gründung vor 125 Jahren fest in unseren Genen verankert. Doch wie sich diese Nähe zeigt, das hat sich im Laufe der Zeit immer wieder geändert. Neue Angebote folgten den technischen Möglichkeiten und den Erwartungen unserer Kundinnen und Kunden. Digitale Anwendungen wie das Online-Banking sind seit vielen Jahren eine Selbstverständlichkeit.

Zudem hat die Corona-Pandemie uns alle vor neue Herausforderungen gestellt – und dem digitalen Banking noch einmal einen Schub gegeben. In dieser Zeit hat sich auch gezeigt: „Nähe“ muss nicht immer räumliche Nähe bedeuten, sie lässt sich, zu einem gewissen Grad jedenfalls, auch auf digitalem Wege herstellen – man denke nur an die Videokonferenzen, die Teil des beruflichen und auch privaten Lebens geworden sind.

Durch die neuen digitalen Möglichkeiten wollen wir unseren Kundinnen und Kunden zusätzliche Optionen anbieten, aber auch neue Zielgruppen ansprechen und überzeugen. Gerade jüngere Menschen, die mit Internet und Smartphone aufgewachsen sind, erwarten das von einer Bank.

Bereits 2020 haben wir deshalb unser Kunden-Service-Center zur Digitalfiliale Märkische Bank Direkt ausgebaut, die personell immer weiter verstärkt wird. 23 gut ausgebildete Beschäftigte sind 55 Stunden in der Woche per Telefon oder Online-Chat erreichbar. Seit letztem Jahr bieten sie auch Beratungen an.

Die Zahlen sprechen für sich: Im vergangenen Jahr gab es 130.000 Anrufe von Kundinnen und Kunden sowie rund 1.300 Chats und knapp 100 Co-Browsing-Vorgänge. Artur Merz: „Ob digitale Transformation, Globalisierung oder gesellschaftlicher Wandel: So, wie sich die Welt ständig verändert, entwickeln auch wir uns permanent weiter. Denn nur, wenn wir weiterdenken und wandlungs- und innovationsfähig sind, können wir für unsere Mitglieder sowie Kunden genau die Lösungen gestalten, die sie nach vorne bringen.“

Ausbildung bei der Märkischen Bank

Zum Jahresende 2021 befanden sich 18 junge Leute bei uns in einer Ausbildung. Dabei bilden wir nicht nur Bankkaufleute, sondern auch IT-Kaufleute (heute Informatiker/in für Systemintegration) aus. Seit diesem Jahr bieten wir zusätzlich die Möglichkeit zum dualen Studium an. Und für die Zukunft prüfen wir weitere attraktive Ausbildungsberufe - beispielsweise im Bereich eCommerce.

Die Genossenschaftliche FinanzGruppe

Als regionale Bank sind wir auch deshalb so stark, weil uns die Genossenschaftliche FinanzGruppe, ein Zusammenschluss unabhängiger Unternehmen, die sich der genossenschaftlichen Idee verpflichtet fühlen, zur Seite steht. Starke Finanzpartner wie z. B. die UNION Investment, die Bausparkasse Schwäbisch Hall, die R+V Versicherung oder die TeamBank mit ihrem Produkt easyCredit decken das gesamte Spektrum zeitgemäßer Finanzlösungen für Privat- und Geschäftskunden ab – von Absicherungsgeschäften über Bausparverträge, Geldanlagen, Immobilien- und Mittelstandsfinanzierung, Private Banking, Ratenkredite, Versicherungen bis hin zum Zertifikatehandel.

25 Jahre Märkische Bank Stiftung

Auch unsere Märkische Bank Stiftung feiert im Jahr 2022 Jubiläum. Die zum 100. Geburtstag der Bank gegründete Stiftung wird 25 Jahre alt. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums lassen wir unserer Stiftung 125.000,- € als Zustiftung zum Stiftungskapital zukommen.

Ausblick

Als Märkische Bank sind weiterhin auf Wachstumskurs. „Wir haben „Lust auf Zukunft“ und sind sehr gut aufgestellt“, so Vorstandsmitglied Achim Hahn.

„Für die von der Flutkatastrophe betroffene Filiale in Hagen-Dahl planen wir einen Neubau. Wir haben dort einiges vor, auf dass die Mitglieder und Kunden zu recht gespannt sein können.“, so Hahn weiter.

Im Rahmen unseres Jubiläumsjahres 2022 planen wir verschiedene Aktionen und Veranstaltungen. Aktuell ist unser Geburtstag aber leider von den Ereignissen in der Ukraine sowie der Corona-Pandemie überschattet. „Es ist ein komisches Gefühl, und an Feiern ist angesichts des Krieges
nicht zu denken“, so Vorstandssprecher Artur Merz. Unsere Gedanken sind bei den Menschen in der Ukraine. Sie können unsere Hilfe gerade am meisten gebrauchen. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, nicht nur unsere Stiftung, sondern auch den Nothilfeeinsatz des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mit einer Geldspende zu bedenken.