Mendener Standort an der Poststraße wird 90 Jahre alt

90. Geburtstag wird mit verschiedenen Aktionen gefeiert

Am 21. Januar 1925 wurde die erste Genossenschaftsbank in Menden eröffnet. Etwa 100 Personen und Firmen gründeten damals den „Mendener Bankverein“. Nach verschiedenen vorangegangenen Fusionen verschmolzen die Volksbank Hagen und die Volksbank Menden-Iserlohn-Hemer im Jahr 2001 zur heutigen Märkischen Bank eG. Um den gewachsenen Ansprüchen der Mitglieder und Kunden gerecht zu werden, erfuhr der Standort einige Umbauten und Renovierungsarbeiten. Zuletzt wurde das Kompetenz-Center im Jahr 2011 auf den neuesten technischen Stand gebracht. Am 25. Februar 2015 lud die Bank nun zur offiziellen Geburtstagsfeier. Ebenso wie die berühmte Miss Sophie aus der Fernsehproduktion "Dinner for One", die der NDR im Jahr 1963 in der Sendung "Guten Abend, Peter Frankenfeld" aufzeichnete, feierte auch das Kreditinstitut den 90. Geburtstag mit einem Festessen. Gereicht wurde ein 5-Gänge-Menue nach den Originalrezepten des „Dinner for One“ - selbstverständlich begleitet von den jeweils passenden Getränken! Der Vorstandsvorsitzende Hermann Backhaus begrüßte die Gäste, Mendens Bürgermeister Volker Fleige entrichtete Grußworte und Filialdirektor Martin Weber gab in seiner Rede einen historischen Abriss der vergangenen 90 Jahre.

Zeitlicher Abriss von 1925 bis heute

Im Jahr 1925 gründeten Mendener Bürger unter dem Namen „Mendener Bankverein“ eine eigene Kreditgenossenschaft.  Etwa 100 Personen und Firmen hatten sich bereit erklärt, Geschäftsanteile in Höhe von 100.000 Reichsmark zu übernehmen. In einer Versammlung am 20.01.1925 wurde im Lokal Josef Oberkampf am Kirchplatz in Menden die Gründung beschlossen.
Aufsichtsratsvorsitzender wurde damals Hermann Bauer, Inhaber des Kaufhauses Reifenberg (später Kaufhaus Sinn und heute Sinn-Leffers). In den Vorstand wurden die Herren Wilhelm Schmidt, ehemals Leiter der Filiale des Barmer Bankvereins, und Fritz Schauerte gewählt.
Bereits 2 Tage später, am 22.01.1925, eröffnete die neue Bank ihren Betrieb; zunächst in der Turmstraße 26 unter ganz bescheidenen Verhältnissen, um kurze Zeit später die Räumlichkeiten der zwischenzeitlich geschlossenen Filiale des Barmer Bankvereins in der Hauptstraße zu beziehen.
Die erste Bilanz der Bank wies eine Bilanzsumme von 234.780,60 RM (Reichsmark)
aus. Die Bank hatte 178 Mitglieder.


Am 18. Oktober 1928 kaufte der Mendener Bankverein von Frau Witwe Wessing das Grundstück an der Ecke Papenhausenstraße/ Poststraße. Nach der Grundsteinlegung am 29.08.1929 wurde das neue Bankgebäude am 25.03.1930 bezogen. 1929 hatte die Bank incl. der Geschäftsleitung 5 Mitarbeiter. In den folgenden Jahren konnte sich die Bank trotz schwieriger Rahmenbedingungen gut entwickeln.  


Auch nach der Weltwirtschaftskrise 1930/1931 hatte die Bank großen Anteil an der wirtschaftlichen Festigung Mendener Betriebe. 1942 entschloss man sich schweren Herzens, den Namen des „Mendener Bankvereins“ auf Anregung des Deutschen Genossenschaftsverbandes in „VOLKSBANK MENDEN eingetr. Genossenschaft m. beschr. Haftung“ zu ändern.


Während des 2. Weltkrieges blieb zwar das Bankgebäude der Volksbank von Bombeneinschlägen verschont. Jedoch stand auch die Volksbank nach Ende des Krieges vor dem Nichts.
Es folgte eine mühsame Aufbauarbeit, die von der Währungsreform 1948 wieder zerstört wurde. Doch das neue Vertrauen in die Stabilität der Währung führte bald zu einer stetigen Aufwärtsentwicklung der Wirtschaft und damit auch der Bank.
Als erste Mendener Bank stellte die Volksbank 1953 ihren Kunden eine Tag-Nacht-Tresoranlage zur Verfügung. Ein Jahr später wurde die gesamte Buchhaltung vollständig maschinell erstellt.
Bis Mitte der 60er Jahre hatte sich die Volksbank in erster Linie um den Markt direkt in und um Menden gekümmert. Erst danach wurde der Blickwinkel auch auf die Bereiche Iserlohn und Hemer gerichtet.


1967 war die Eröffnung der Volksbank in Hemer als Geschäftsstelle der Volksbank Menden ein erster Schritt, um eine größere Nähe zum Kunden auch in der umliegenden Region zu erreichen. 1968 folgte die Niederlassung Iserlohn an der Grabenstraße 2 a.


Wichtige Eckdaten in der weiteren Geschichte der Volksbank Menden sind die beiden Fusionen im Jahr 1978 mit der Spar- und Darlehnskasse Iserlohn und im Jahr 1990 mit der Volksbank Sümmern.
Ihren 75. Geburtstag feierte die Volksbank Menden – Iserlohn – Hemer am 19. Januar 2000 unter dem Motto „Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft“. Der langjährige Vorstandsvorsitzende Horst Gosewinkel und Herr Dr. Sigurd Pütter als Aufsichtsratsvorsitzender der Bank konnten damals 200 geladene Gäste zu einem vielseitigen Festprogramm auf der Wilhelmshöhe in Menden begrüßen.
Im Jubiläumsjahr 2000 wies die Bilanz der Bank eine Bilanzsumme von knapp 644 Mio. DM aus. Die Mitgliederzahl lag bei 9.619 Personen.


Im Jahr 2001 wurden mit der Fusion der Volksbank Menden eG mit der Volksbank Hagen eG auch die Weichen zur Schaffung einer größeren, unabhängigen und leistungsstarken mittelständischen Volksbank in der Märkischen Region gestellt. Mit dem Namen „Märkische Bank eG - „Ihre Volksbank ganz nah“ – wird die Verbundenheit und Verwurzelung der Regionalbank mit dem Geschäftsgebiet der Märkischen Region auch nach außen verdeutlicht.
Zunächst stand Gerhard Reibert, als erster Vorstandsvorsitzender der Märkischen Bank, vor. Heute leiten der Vorstandsvorsitzende Hermann Backhaus und das Vorstandsmitglied Achim Hahn die Geschicke der Bank.


Im Jahr 2014 wies die Bank eine Bilanzsumme von 1,2 Milliarden Euro aus. Mittlerweile hat die Märkische Bank eG 26.000 Mitglieder, 67.000 Kunden und verwaltet ein Kundengeschäftsvolumen von mehr als 2,4 Mrd. Euro.