Ausstellung von Jutta Wagner in der Märkischen Bank in Menden

Künstlerin präsentiert „Mineralische Hohlkörper“

Vom 11. September bis 6. November 2015 zeigt die Märkische Bank im KompetenzCenter Menden Werke der Künstlerin Jutta Wagner.

Jutta Wagner, die 1964 geboren wurde, wuchs in Menden auf. Nach dem Abitur am Heilig-Geist-Gymnasium studierte sie Freie Kunst mit dem Schwerpunkt Keramik an der Kunsthochschule Kassel. Die Teilnahme an Ausstellungen, Wettbewerben, Symposien, eine Studienreise durch Südkorea und ein Stipendium intensivierten diese Zeit. 1992 führten sie die Ergebnisse ihrer Diplomarbeit zur Porzellanmanufaktur Fürstenberg, wo sie die Leitung für das Design und Produktmanagement übernahm. 1996 folgten ein Marketingstudium und Managementtätigkeiten im Bereich Produktentwicklung, Design und Marketing bei designorientierten Markenartiklern der Konsumgüterindustrie. Mit der Geburt ihrer ersten Tochter 2002 wechselte sie mit Auftragsarbeiten zur Selbstständigkeit. Der Umzug 2007 nach Hilden ermöglichte ihr endlich die Errichtung eines eigenen Keramikateliers. Seit 2010 ist Jutta Wagner wieder künstlerisch tätig.

Am Donnerstag wurde nun ihre Ausstellung mit dem Titel „Mineralische Hohlkörper“ in den Räumlichkeiten der Bank eröffnet. Viele Gäste waren der Einladung der Bank nach Menden in die Poststraße gefolgt. „Uns als Volksbank liegt die Förderung qualitativ hochwertiger kultureller Aktivitäten, des Sports der Kunst und des sozialen Engagements in unserer Region sehr am Herzen“, sagte Martin Weber, Filialdirektor der Märkischen Bank in Menden. In der Ausstellung, die Jutta Wagner mit viel Herzblut zusammenstellte, werden 32 „Mineralische Hohlkörper“ gezeigt.

Keramische Materialien, Ton, Engobe und Glasur sind mineralischer Herkunft. Aus amorphen Massen entstehen in traditioneller Aufbautechnik dünnwandige Objekte in körperhafter Formsprache. Dabei wird im kontrollierten Trocknungsprozess der Ton nach und nach anmodelliert, verdichtet und die Oberflächen geglättet. Dieser Prozess folgt den Regeln organischen Wachstums und führt daher zu schlüssigen Objekten. Gut getrocknet werden diese bei 920 °C im Elektroofen gebrannt, anschließend engobiert, glasiert und erneut bei 1060 °C gebrannt. Die neu entstandene Materialität, die glasierten Oberflächen und die Änderung der Position erweitern die dreidimensionalen Eigenschaften der Objekte. Aus unterschiedlichen Perspektiven stellen sie, in Abhängigkeit der individuellen Wahrnehmung und Sehgewohnheiten des Betrachters exakt formulierte Körper dar. „Über diese findet er Einblicke in sich selber“, erklärt Jutta Wagner.

Bank und Künstlerin laden alle Interessenten herzlich ein, die Ausstellung, die noch bis zum 6. November 2015 zu sehen ist, während der Öffnungszeiten der Bank, Montag – Mittwoch von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr, Donnerstag von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr und Freitag von 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr zu besuchen.  

Martin Weber, Filialdirektor der Märkischen Bank in Menden und Jutta Wagner